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Gemeinde Wörterberg



Gemeinde Wörterberg

Einwohnerzahl: 484
(Stand: 2005-12-31)
PLZ: 8293
KFZ: GS
Vorwahl: 03358
Wörterberg ist eine Gemeinde im Burgenland im Bezirk Güssing in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist ''Vörthegy''.

Infrastruktur und Sehenswürdigkeiten



In Wörterberg gibt es eine einklassige Volksschule und einen Kindergarten (1993), außerdem noch eine Mehrzweckhalle, einen Kinderspielplatz und einen Sportplatz. Seit 1908 eine Kapelle sowie eine Kirche(1978).Eine besondere Attraktion in Wörterberg ist der 15m hohe Aussichtsturm. Von dem man beinahe das gesamte Lafnitztal überblicken kann. 2003 wurde an der Uferböschung der Lafnitz ein Holzfass gefunden. Es gehört zu den wenigen Holzgegenständen aus der römische Kaiserzeit die noch erhalten sind. 2005 wurde außerdem noch eine Ofenanlage frei gelegt.

Geografie



Lage

Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Genauer gesagt im Nordwesten des Güssinger Bezirks und Wörtherberg ist der nördlichste Ort im Bezirk.Der höchste Punkt des Orts ist auf 408m Seehöhe gelegene Kapelle St.Stephan I. (Ungarn).Es grenzt im Norden an Wolfau,im Südosten an Stinatz, im Süden an Hackerberg,im Westen an die steirische Gemeinde Wörth an der Lafnitz und im Nordwesten an den steirischen Ort Rohr bei Hartberg.

Geschichte



Entstehung und Name

Die Entstehung des Orts liegt im 13.Jh. Wörterberg ist die Tochtersiedlung von Wörth. Die Bewohner wurden von Karl der Große aus dem Frankenreich in das Lafnitztal umgesiedelt. Sie benannten die neugegründeten Orte nach verlassenen in ihrer Heimat. So kam der Name Wörth zu stande. Die Menschen besaßen Obst-und Weingärten, Wiesen und Felder auf den Hängen östlich von Wörth. Zur Lagerung ihrer Ernten bauten sie "Kellerstöckl". Diese Kellerstöckl wurden aus verschiedenen Gründen aus gebaut und weiter bewirtschaftet.Daher kommt der Name Wörther Berg, wie bis Anfang des 20Jh. geschrieben wurde.Die Grafen Szèchènyl, Kottulinsky und Batthyàny besaßen zu dieser Zeit dieses Gebiet.

Weltkriege



Im Erster Weltkrieg starben 23 Bewohner. Nach Ende des 1. Weltkriegs stand es wirtschaflich schlecht, da nun die Lafnitz die Grenze zwischen Österreich und Ungarn war. Dadurch war Wörterberg von Wörth abgeschnitte,n mit dem es wirtschaftlich eine Einheit bildete. Aus diesem Grund war die Bevölkerung dazu gezwungen, Schmuggel zu betreiben. Es kam oft zu nächtlichen Überfällen und Schießereien. Erst mit dem Anschluss Burgenlands an Österreich wurde es ruhiger und auch wirtschaftlich ging es bergauf.Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Vörthegy verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des BurgenlandesDieser Aufschwung endete 1926. Es folgten Arbeitslosigkeit, Preissteigerung und Unanbringlichkeit von Produkten.Daher wurde der Anschluss an Deutschland begrüßt. Als der Zweiter Weltkrieg ausbrach, schwang die Stimmung um. Es starben 26 Männer an der Front und weitere 16 wurden vermisst. Von 1971-1991 gehörte Wörterberg zur Gemeinde Wörterberg. Durch den Einsatz von mehreren Ortsansäßigen wurde Wörterberg eigenständig.

Wappen



Das Gemeindesiegel zeigte zu dieser Zeit den Georg (Heiliger), der auf einen Pferd sitzt und mit einer Lanze den Lindwurm durchbohrt.Das aktuelle Wappen zeigt im unteren Teil einen grünen Hügel,der Wörterberg symbolisiert.Auf ihm wachsen ein Apfel-und ein Birnbaum,diese stehen für die Streuobstwiesen. Das Doppelkreuz stellt das Kreuz von Papst Sylvester II,das er Stephan König von Ungarn verliehen hat dar. Es soll an die Kapelle zum Hl. Stephan erinnern. Die rot-goldenen Felder sollen die Verbundenheit zum Burgenland symbolisieren. Das Gemeindewappen wurde von Thomas Resitarits entworfen.

Politik



Bürgermeister ist Erwin Stipsits von der ÖVP.Vizebürgermeister ist Kurt Wagner von der SPÖ. Die Mandatsverteilung (11 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 5, ÖVP 6, FPÖ 0, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.


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